INPLAY:Madness Is Comming


Adélie and Clywd:

Hat die außergewöhnliche Liebe nun ihr Ende gefunden? Adélie wurde in ihre Welt gebracht, der Vampir hat nur zugesehen. Haben die beiden sich Aufgegeben? Werden sie sich wiedersehen, so wie es das Schicksal immer wollte? Eins steht fest, wenn das Schicksal es will, dann werden sie sich wiedersehen, so war es immer und wird es immer sein.

The Child:

Ein Kind, ist in Thor´s leben getreten. Seiner verstorbenen weißen Vi so ähnlich. Wer ist das Kind? Werden sich ihre Wege erneut Kreuzen?

Liara:

Eine Veränderung geht durch das Kind von Balian und Kotori. Etwas tief in ihr ist dabei zu Erwachen. Doch was ist es? Was wird mit dem jüngsten D-Kind geschehen? Ist es gut oder schlecht? Das wird die Zeit zeigen.

The good Soul:

Noch immer befindet sich die Seele des Engel in den Fängen des Buches. Das Universum versinkt im Krieg, nicht mal die Götter Asgards können dies noch im Schach halten. Wird man die Seele befreien können?

INFORMATIONS


Von Luzifer verleitet oder von Gott erlöst? Wo immer dein Weg dich auch in dieser Welt hinführen wird – das Schicksal ist stets an deiner Seite um dir zu zeigen WER du bist.
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WELCOME TO A Magical Journey


Wenn die Menschen zum Himmel aufsehen, dann fragen sie sich immer wieder ob es wohl noch Leben da draußen gibt. Nichts fasziniert die Menschheit mehr als das Ungewisse vor einer Ungelösten Frage zu stehen und tun alles um der Antwort auf die Schliche zu kommen. Sie bauen Teleskope um in der weiten unbekannten Ferne etwas erkennen zu können. Der Wunsch nach Antwort lässt sie alle rotieren und zu neuen Fantasien und Gedanken treiben. Doch ihre Antwort ist näher als viele vermuten würden. Sie befindet sich direkt vor ihren Augen. Unter ihnen – versteckt und verborgen in der Seele jedes Wesens.

#1

Highschool

in New York City 14.03.2013 21:12
von Eliza Yael Dawson (gelöscht)
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//Bin einfach mal so frei und erstellte das Thema.. (:

Das laute Ticken der Uhr riss sie aus ihrem Tagtraum und zwang sie dazu, die blicke dem Monstrum zu zuwenden, welches ihr mit schadenfröhlich lachendem Gesicht verkündete, dass die nächste und mit Sicherheit anstrengenste Stunde in ihrem Leben noch nicht einmal angebrochen war. Augenrollend warf sie den Kopf in den Nacken und stöhnte verzweifelt. „Nun, Miss Dawson.“ Ertönte die zögerliche Stimme, der sichlich gestressten Sekräterin ihr direkt gegenüber und lenkte die Blicke auf sich. „Ich nehme an, sie wissen was sie falsch gemacht haben, schämen sich unglaublich dafür und werden es nie wieder tun.“ Das deutliche Desinteresse der etwas übergewichtigen Frau störte Eliza nicht wirklich, woraufhin sie nur gezwungenermaßen nickte und anschließend im Stuhl zusammensackte. „Ich denke schon.“ Es war ihr unbegreiflich, wieso man sie direkt ins Büro des Direktors zitierte, nur weil sie eine ihrer Mitschüler – den dümmsten Menschen der Welt – mit einer Seife im Männerknast verglich. Immerhin interessierte sich sonst auch keiner dafür, was sie von sich gab.. Aber natürlich waren genau in solchen Momenten immer alle Augen und Ohren nur auf sie gerichtet. „...Es tut mir wirklich leid.. und ich werde es nicht wieder tun..“ Über ihr geheucheltes Selbstmitleid heraus, hatte sie nur kurz die wartenden Blicke der Sekräterin auf sich gespürt und antwortete daher etwas verzögert, aber wenigstens versucht, nicht genauso angepisst zu klingen, wie Miss Storm zuvor. „Es ist Freitag. Es glaubt mir niemand, aber ich habe ein Privatleben, also denke ich, dass eine Stunde genügen wird... Ich schätze sie als das Mädchen ein, dass sich nicht freut, wenn es den Schlüssel zur Schulbücherrei klaut. Also gebe ich ihn ihnen. Wenn sie fertig sind, wäre ich ihnen zu tiefsten Dank verbunden, würden sie ihn vorne beim Hausmeister abgeben.“ Eliza stand auf und nahm nicht gerade glücklich, es aber hinnehmend den Schlüssenbund entgegen, der ihr fast vor die Nase gehalten worde und setzte sich wieder hin. „Wir sehen uns Montag, Miss Dawson. Schönes Wochenende.“ Hörte sie noch die Worte und sackte für einen Moment komplett im Stuhl zusammen, nachdem die kleine Frau zur Tür heraus verschwunden war. „Schönes Wochenende kannst du dir sonst wo hin schmieren.“ Murmelte sie aggressiv zu sich selber und bließ sich eine Strähne aus dem Gesicht, die ihr zuvor in dieses gefallen war. „Na dann mal auf in den Spaß.“ Sich ironisch in die Hände klatschend, klappte sie den Tisch ihres Pultes nach oben, zubbelte ihren Pullover ordentlich über die vernarbten Arme und schlüfte völlig emotionslos in Richtung der ersten Bücherkiste. Während sie nach den ersten Büchern griff, warf sie einen Blick zur Tür und fragte sich, wer heute wohl noch zum nachsitzen kommen würde.. Und obwohl es sie eigentlich nicht interessierte, gab es da jemanden, dessen Anwesenheit sie kein Stück gestört hätte...

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#2

RE: Highschool

in New York City 14.03.2013 21:55
von Saide Iwanow (gelöscht)
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''Iwanow!'' Der verärgerte Schrei seines Klassenlehrers ist der einzige Krach, der in dem stillen Raum hallt. Wenn alles schläft und einer spricht, das nennt man Unterricht. Jedenfalls hat er das so im Laufe der Zeit gelernt. Auf der einen Seite hat er diesen täglichen, monotonen Unterricht satt, so dass er schon die Themen hervorsehen kann. Andererseits ist die Klasse ihm dankbar, dass er die Stimmung hebt. Dass Mr Adams seine Drohungen in die Tat umsetzen würde, daran würde er nicht mal im Schlaf nachdenken. Kurz und knapp; der Mann hat es in sich. Auch, wenn er vier Köpfe kleiner als er ist. ''Wenn Sie nicht möchten, dass ich Ihre Schwester anrufe, dann packen Sie ihre Sachen ohne wenn und aber und begeben sich auf der Stelle in die Bücherei.'' Mittlerweile hat der alte Mann die Kreide auf sein Pult gelegt und die wenigen Schritte zu ihm gewagt, so dass er vor seinem Tisch steht und ihn mit erwartungsvollen Augen betrachtet. Was glaubt er, was er da tut? Versucht er ihn tatsächlich einzuschüchtern? Und er bekommt jetzt Stress, nur weil er an die Tafel 'Adams hat Titten statt Eier' geschrieben hat? Der Mann versteht auch null Spaß. Wann setzt die Rente eigentlich ein? Und als er ihm weiterhin ins Gesicht starrt, als gäbe es nichts Nervigeres, stemmt er zu seiner bedrohlichen Körperhaltung die Hände gegen die Hüften. ''Zum Nachsitzen, Iwanow!'', beglückt Adams ihn mit einer giftigen Tonlage und zerrt die Lippen zu einem Lächeln. Wie er diesen Sack hasst .. aber was Sack sagt, ist Gesetz. Er packt seine Sachen zusammen und stopft diese in seinen Rucksack, ab und an wirft er Adams vernichtende Blicke zu. Anschließend wird er an der Kapuze gepackt und unsanft aus dem Zimmer in die Bücherei gezogen. Zum Glück ist es nur die Kapuze! Wäre es sein Arm .. oder sein Ohr .. würde Adams bereits auf dem Boden liegen und einen Anfall durchmachen. Kaum den Fuß in die Bücherei gesetzt, wo die Luft stickig zu sein scheint und die Atmosphäre einer bedauerlichen Beerdigung gleicht, könnte er ohne zu zögern von Dannen ziehen. ''Sie verlassen erst das Schulgebäude, wenn die Bücher verräumt sind. Helfen Sie gefälligst Miss Dawson, dann kommen Sie beide schneller voran. Und wag es nicht, den Mund zu öffnen, Bürschchen. Ich habe das letzte Wort ..'' Sich kurz vorgebeugt, prägt Adams sich das Gesicht seines Gegenübers ein und verlässt unverzüglich die Bücherei. Puh, welche Last er los geworden ist. ''Helfen Sie gefälligst Miss Dawson ..'', äfft er Adams nach und wirft seinen Rucksack auf die Tische hinter sich. Entnervt fährt er sich durch die Haare und schaut sich um. ''Hier ist keine Miss Dawson, verdammt ..'', ruft er angepisst, doch im nächsten Moment fällt ihm ein Mädchen auf, das zahlreiche Bücher in den Armen wiegt und diese in die Regale einräumt. Stillschweigend greift er sich ein paar Bücher, Romane .. Taschenbücher .. Bücher jeglicher Handlungen und räumt diese in dasselbe Regal, wie sie ein. ''Was hast du angestellt?'', fragt er beiläufig ohne Interesse an einem Gespräch zu zeigen, nur hat er auch keine Lust, den Nachmittag alleine zu verbringen. Und so kommt es ab und zu vor, dass er in ihre Richtung linst.

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#3

RE: Highschool

in New York City 14.03.2013 22:12
von Eliza Yael Dawson (gelöscht)
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Während sie sehnsüchtigst darauf wartete, dass ‚der Eine‘ den Raum betrat, stellte sie sich zum wiederholten Male die Frage, wieso er? Saide Iwanow.. Eigentlich ein Kerl, wie jeder andere. Auch er gehörte zu den zahlreichen Menschen, die eventuell ihre Anwesenheit bemerkten, sie aber nicht wirklich realisierten, sie dennoch wie Luft behandelten und wenn es sein musste, auch über sie fielen. Sie hätte nichts dagegeben gehabt, wenn Saide sie übersehen und zu Boden gerissen hätte, denn das, was sie für ihn empfand, glich fast schon einer Sucht. Warum auch immer, aber auch wenn er nur in der Nähe war, war sie nicht mehr in der Lage, auch nur einen ordentlichen Satz auf die Reihe zu bekommen. Konnte nicht mehr denken und sprach, als wäre sie damals bis heute im Kindergarten sitzen geblieben. Aber daran war vermutlich auch er Schuld. Immerhin kannte sie sich schon eine Ewigkeit. Bereits in der Grundschule saß sie in der letzten Reihe und schmachtete ihn von hinten an, wie ein kranker Fan sein Idol. Aber es war nichts, was sie je zuvor so fühlte. Nicht mit Teenie-Schwärmerreien, oder dem ersten Verliebt sein zu vergleichen. Es dauerte schon so lange an, fühlte sich aber trotzdem neu an. Ultimativ..
Da sie nicht mit einer Unterbrechung ihrer Gedanken rechnete, fuhr sie erschrocken zusammen, als ein lautes Knallen an ihr Ohr drang und sie beinahe ein Buch fallen ließ. Genervt und zugleich überrascht um die Ecke lunzend, wusste sie kurz nicht, was sie denken sollte.. War ja klar, dass sie ihn auch bei irgendwas erwischt hatten, schlich sich der Gedanke in ihr Hirn und setzte sich dort fest. Mit offenem Mund in seine grünen Augen starrend, versuchte sie ihr Hirn wieder zum laufen zu kriegen, klappte den Mund zu und lenkte ihre Konzentration zurück auf die Bücher, bis sie seine Frage hörte. „Meine Meinung vertreten.“ Versuchte sie recht kühl und unberührt auszusprechen, war sich danach aber nicht sicher, ob sie überhaupt was gesagt, oder nur nervös gestottert hatte. "Du hast dich mit dem alten Adams angelegt, nehme ich an.." Versuchte sie, nicht allzu neugierig zu klingen und senkte dabei den kopf wieder über die Bücher, ohne sich tatsächlich darauf zu konzentrieren...


zuletzt bearbeitet 14.03.2013 22:15 | nach oben springen

#4

RE: Highschool

in New York City 15.03.2013 20:21
von Saide Iwanow (gelöscht)
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Die Frage, mit der er sich oftmals provozierend anlegt, steht heute mal wieder auf seiner W-Fragen-Liste. Wieso er? Zwar nicht auf ihre Gefühle bezogen .. aber warum? Es gibt doch zahlreiche Menschen auf dieser Welt, die es genauso gut getroffen hätte. Mit Sicherheit! Warum durfte er als Versuchskaninchen dienen? Das Leben hat er sich nicht ausgesucht, er hatte keine Wahl gehabt, als diese. Gegen seinen Willen hatte man an ihm experimentiert, Übernatürliches ausprobiert und aus ihm etwas gemacht, was er nie sein wollte. Er kann von Glück reden, dass es an seinem Aussehen nicht auffällt, wie bei den anderen. Dennoch darf er den Menschen nicht zu nahe kommen, obwohl er herzlichst umarmen würde, oder wenigstens die Hand schütteln. Also .. warum muss er derjenige sein, in den sie verschossen ist? Sie würde doch einen kreischenden Abgang machen, wenn sie wüsste, wozu er fähig ist. Sie ist so unschuldig, voller Frieden .. vielleicht eine Prise Unbehaglichkeit dazu. Völlig unwissend, welche Gefahren da auf sie zukommen, ladet sie sich in seine Welt ein, ohne jegliche Erlaubnis seinerseits, die er ihr sowieso nicht vorgelegt hätte .. jedenfalls scheint sie die Sorte von den Mädchen zu sein, die die Gefahren magnetisch anziehen. Also warum sollte er nicht ein heimliches Auge auf sie werfen? Es schadet weder ihm noch ihr.

Wie von der Schuld betroffen steht sie da, stumm vor dem Regal auf das Buch schauend, als hätte sie etwas verbrochen. Über diesen amüsanten Gedanken muss er schmunzeln, sie muss also auch nachsitzen? Super. Dann kann der Nachmittag ja nicht allzu langweilig werden. Doch ihr kühler Ton verscheucht all die fröhliche Emotion aus seinem Gesicht, so dass er stirnrunzelnd an ihr herunter sieht und versucht, bloß nicht den Mund aufzureißen. Dann besänftigt er sich selbst mit dem Gedanken, dass sie vielleicht einen schlechten Tag hat, immerhin läuft seiner auch nicht erfolgreich. Bis jetzt. ''Nicht .. direkt, aber kommt der Sache näher. Du bist doch Eliza, richtig? Wir waren mal in derselben Klasse .. '' Pfui. Was war das denn? Eine enorme Welle der .. Einsicht .. dass .. durch einen einzigen Blick ausgelöst wird kurzerhand seinen gesamten Körper verschlingt hat. Unwillkürlich schüttelt er den Kopf und ordnet die Bücher in seinem Arm ein, um sich weitere zu nehmen. Eine Weile herrscht die Stille und umso klarer wird ihm, dass sie keine Labertasche ist, die von der neuesten Mode bis hin zum ältesten Disaster plaudert, als gäbe es nichts Leidenschaftlicheres in ihrem Leben. ''Eliza?'', erhebt er vorsichtig seine Stimme, um sie nicht zu verschrecken. Es heißt doch, man sollte sich dann um ein Mädchen sorgen, wenn sie verstummt. In diesem Fall trifft es voll und ganz auf sie zu. Anstupsen darf er sie nicht, also ist er mal so frei und zupft an ihrem Ärmel, lässt aber wieder los.

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#5

RE: Highschool

in New York City 16.03.2013 17:10
von Eliza Yael Dawson (gelöscht)
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..Für sie hörte es sich fast an, als sei es ein Fluch, den er dort mit sich rumschleppte. Dessen Auslöser und Balast einzig in ihr lag. Sie fühlte sich nicht unbedingt gut, mit dieser Tatsache, war sich nicht einmal sicher, ob er sich überhaupt bewusst war, wie sie über ihn dachte. Aber dennoch hatte er recht. Auf dieser Welt lebten derzeitig an die sieben Milliarden Menschen. Davon ungefähr die Häfte Männer, etwas weniger vielleicht. Trotzdem war es genau der, der ihr den Atem raubte, wenn er nur in der Nähe war.. Der, der ihr nur ein flüchtiges Lächeln schenken musste, damit sie für einen Moment ihre Schmerzen vergaß und wieder Freude und Farben in dem Leben sehen konnte. An das Gute auf der Welt glaubte.. Warum? Vielleicht, weil sie spürte, dass er tief im inneren genau so kaputt und gebrochen war, wie auch sie... Was redete sie eigentlich da? Das gute im Leben.. Das gute in den Menschen; welches Gute? Sie war noch nicht wahrlich alt, hatte bisher ein kurzes Leben. Dennoch hatte sie bereits mit ihren achtzehn Jahren mehr gesehen, als mancher, der sie alterstechnisch bis zu vierzig Jahre überragte. Umso mehr verwunderte es sie immer wieder aufs Neue, das gerade dieser fremde Junge ihr solch viel Kraft schenkte. Kraft, nicht völlig den Verstand zu verlieren, mit seiner bloßen Anwesenheit..
Eine Art elektrischer Schlag fuhr durch ihren Körper, als seine raue, leise Stimme an ihr Ohr drang und ihre Beine in eine Art zähes Gummis verwandelte, wessen Einsturtzgefahr von Sekunde zu Sekunde stieg. Oh mein Gott, er kennt meinen Namen. Beschlich sie der Gedanke und ließ das Ziehen in den Beinen stärker werden."Eliza.. Genau. Du biste Saide, richtig?" Sie hatte ihren Namen zuvor nie sonderlich schön gefunden, vorallem, weil alleine zwei andere Mädchen aus ihrer Klasse ebenfalls diesen Namen trugen. Doch sobald er über seine Lippen gekommen war, begann sie ihre Meinung darüber völlig zu ändern. "Bis zur fünten. Richtig." Besessenheit? Ein unschönes Wort. Immer in Verbindung mit etwas negativem gebracht. Also bevorzugte sie es nicht unbedingt, ihre Gefühle gegenüber diesem Jungen so zu bezeichnen und sich dazu zwang, es wieder zu unterlassen. Denn in einer Sache war sie sich mehr als sicher; es gab rein gar nichts, was Saide hätte an einem Mädchen wie ihr interessant finden können, Gut. Vielleicht war sie nicht hässlich, oder zu dick, doch davon spürte sie nichts. Sie fühlte einzig die Blicke der Leute um sich herum. Die Last, die diese mit sich zogen und ging unter diesem Balast immer mehr ein. Sie fühlte sich wie ein kleines Insekt, was unter dem Druck des Lebens - Schuhs immer mehr eingeengt wurde, bis es letztendlich kümmerlich verstarb. Als ihr auffiel, wie sehr sie in ihren eigenen Gedanken gefangen war und seine Blicke auf sich ruhen spürte, gab sie ein nervöses Räuspern von sich und führte ihre Arbeit fort. "Ja.. ja?" Zögerlich und mit piepsiger Stimme, antwortete sie direkt auf seine Frage und hielt mit der Bewegung inne, um einen intensiven Blick in seine Augen werfen zu können. Er musste bereits denken, sie sei eine totale Psychopatin, aber wenn es so war, hatte er ja vielleicht gar nicht mal so unrecht damit... Und vermutlich bestärkte seine Annahme darin sich nur, als sie seine Hand an ihrem Pulli spürte und sofort, wie die Kälte sich auf ihre Arme legte. "Nicht doch!" Wollte sie sich noch streuben, ließ aber zeitgleich die Bücher, die sie noch in der Hand hielt zu Boden fallen und zog den Ärmel zurück über den Arm, damit er nicht sehen musste, wie kaputt sie wirklich war. "Ich... Ich muss gehen.." Begann sie nervös zu stottern und versuchte jeglichen Blickkontakt zu meiden.


zuletzt bearbeitet 16.03.2013 17:19 | nach oben springen

#6

RE: Highschool

in New York City 16.03.2013 18:30
von Saide Iwanow (gelöscht)
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Ihr Leben scheint auch nicht mit den fröhlichsten Farben betont zu sein. Als er im Moment der stillen Zärtlichkeit den intensiven Blick ihrerseits erwidert, fragt er sich insgeheim -ohne jegliche Miene zu verziehen- welche Fassade sich hinter solchen warmen, braunen Augen versteckt. Genauso kaputt und gebrochen? Ach .. sie spricht von diesen Gefühlen? Dabei hat er angenommen, sie würden .. über .. intensivere Empfindungen reden? Denn diese Begegnung mit ihr hat ihn zutiefst verwirrt, so dass er nicht mal weiß, weshalb. Das ist verdammt eigenartig. Und jetzt kommt er nicht von .. dem merkwürdigen Gefühl los. Beängstigend. Schlimmer noch; das gewisse Etwas lässt sich nicht verdrängen. Immer wieder wird er daran erinnert, dass das Mädchen neben ihm der Auslöser ist. In was für eine Welt führt sie ihn? Und diese unwiderstehliche Kraft ist zu stark, um den Blick abzuwenden, so gelingt es ihm auch nicht, weitere Bücher an sich zu reißen.

Ihre Verfassung gleicht einem Wackelpudding, der Angst fühlt und befürchtet, gleich in einem fremden Magen zu landen. Sie prüfend betrachtend nickt er ihr stumm zu. Im Gegensatz zu ihr wundert es ihn kein bisschen, dass sie seinen Namen kennt. Wie kann sie sich so tierisch sicher sein, dass er keinerlei Interesse für sie hegt? Er weiß nicht warum .. aber sie strahlt so viel Energie aus, dass es wiederum einem Schatten gleicht, wenn er ihr auch nur in die Augen blickt. Diese braunen Augen sagen nicht die Wahrheit, zeigen keine Lebensfreude. Sie sind .. tot, ausdruckslos. Was nur hat sie dazu gebracht, den Willen aufzugeben? Vielleicht würde sie sagen, er solle sich um seinen Kram kümmern .. oder womöglich gar nicht reagieren, doch ein Teil von ihm fühlt sich zu ihr hingezogen, sehnt sich nach ihr, fleht nach ihr. Eine einzige Berührung, .. nein. Das würde nicht gut enden. Für keinen von beiden. Doch jetzt ist es zu spät; sein Leben schrieb Geschichte, als er den Raum betrat. Es gibt weder ein Zurück noch Hoffnung, dass er sich aus dieser Sache retten könnte. Doch ehe er sich verlieren könnte, würde er sie verlieren, ohne es zu wissen. Das wäre bedauerlicher, denn er spürt, dass ihre Seele nicht die besten Tage hinter sich hat. Genau wie seine auch .. und noch ein Grund, dass sie verbindet. Verdutzt richtet er den Blick abermals auf sie, ehe er seine Hände hinter dem Rücken verschränkt und aus seinem Gesicht jegliche Emotion gleitet. So sollte das nicht laufen .. ''Entschuldige, wenn ich dir zu nahe getreten bin. Das ist normalerweise nicht meine Art.'' Normalerweise verhält er sich auch nicht so verdammt ruhig. Normalerweise hält er sich nicht in einer langweiligen Bücherei auf. Normalerweise spricht er Mädchen nicht an. Normalerweise interessieren Mädchen ihn nicht. Normalerweise .. normal, gewöhnlich. Trifft es auf sie zu? Nein, ganz und gar nicht. Sie verhält sich nicht so, wie er denkt. Und das ist beängstigend. Ein unbehagliches Gefühl nimmt seinen Körper ein, als sie Anstalten macht zu gehen. Will er das? ''Eliza ..'', nimmt er ihren Namen langsam in den Mund, um zu sehen, wie sie reagiert.

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#7

RE: Highschool

in New York City 16.03.2013 19:10
von Eliza Yael Dawson (gelöscht)
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Eine unglaubliche, nicht vorzustellende Menge an Konzentration und Beherrschung war nötig, um nicht direkt im Erdboden zu versinken, als ihr Blick sich hilflos in diesen der grünen ihr gegenüber verlor. Doch dabei war die Rede von Kaputt und Gebrochen, in jeglicher Hinsicht. Alleine ein kurzer Blick in seine Augen genügten und ihr war klar, dass er zwar den Starken miemte, nach außen hin keinerlei Schwäche zeigte und keine Gefühle von außerhalb durch seine selbsterrichtete Barikade aus Sprüchen und Unnahbarkeit zuließ. Doch konnte sie genau sehen, dass sich in seinem Inneren etwas dunkles befand. Etwas, von dem er bisher vielleicht selber noch keine Ahnung hatte, ja nicht mal die Idee davon. Dennoch war es da und unumstößlich. Auch genau die Sache, die ihn so dermaßen faszinierend machte, für ein unschuldiges Mädchen, wie sie. Ebenefalls aber der Grund zu der Annahme, dass er sie nicht bemerken würde; denn das tat niemand. Sie war nicht der Meinung, dass sie aufregend und gut genug für jemanden wie ihn sei. Denn im Gegensatz zu ihm, konnte sie nicht behaupten, dass sie sich gerade so großartig anders verhielt, als sonst. Auch wenn man nicht bedenken durfte, dass sie nur bedingt im Stande zu denken war, war sie dennoch sie selbst. Das ruhige, schüchterne Mädchen, das nie zuvor in ihrem Leben mit einem Mann mehr als drei Sätze gewechselt hatte. Nun stand es genau hier, genau mit ihm. Schweigend, zitternd und sich nichts mehr wünschend, als einfach zu verschwinden. Kälte. Unangenehme, grausame, eisige Kälte durchfuhr ihren Körper und machte sie unfähig, weder einen klaren Gedanken zu fassen, noch rechtzeitig zu handeln. Eventuell um das Schlimmste zu vermeiden, aber das war ihr in diesem Moment leider nicht gegönnt. Viel Schlimmer. Nun dachte dieser Kerl vermutlich nicht mehr nur, dass sie das Schüchternste und Schweigsamste Mädchen der Welt war, sondern auch noch psychisch zerstört. Sich nackt und entblößt fühlend, zupfte sie immernoch an dem Pullover herum, der eben ihre entstellten Arme für einen Moment nicht mehr verdeckte und bückte sich nur beiläufig nach den Büchern, dabei versucht, nicht ohnmächtig zu werden. Was war das nur, was er da mit ihr machte? "Und wie bist du sonst?" Spürte sie die Wut in sich aufkommen, hob die Bücher auf, um sie mehr lieblos, als alles andere in dem viel zu großen Wagen zu verstauen und verschränkte die Arme vor der Brust. "Du.. Musst dich nicht entschuldigen, du hast ja nichts gemacht.." Es lag nicht an ihm, dass ihr unweigerlich die Tränen in die Augen stiegen und kurz davor waren, sich aus diesen davonzustehlen und sich heimtükisch auf ihren Wangen zu verteilen. Nein. ihr wurde einfach einmal mehr bewusst, wie zerstört sich eigentlich wirklich war und, dass es sich ausweglos anfühlte. Als gäbe es keinen Tag danach. Als sei alles lebenswerte in ihr abgestorben, mit diesem einen Tag, der damals ihr ganzes Leben änderte, oder besser zerstörte. "Ich.. revangiere mich dafür. Aber ich muss nun gehen." Die Tränen sich mit dem Pullover aus dem Gesicht wischend, machte sie einen Bogen um ihn und rannte rasch aus dem Gebäude, auf den Schulhof, rüber zum Parkplatz...


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#8

RE: Highschool

in New York City 16.03.2013 19:51
von Saide Iwanow (gelöscht)
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Sie sind beide schlechte Schauspieler. Innerlich zerstört. Nach außen widmen sie den Menschen um sich herum ein falsches Lächeln, zwingen sich, irgendwas Glaubhaftes aufzutischen, nur um den wehmütigen Blicken aus dem Weg zu gehen, sowie auch den unzähligen Fragen nach dem Wohlbefinden. Länger macht er die Aktion nicht mit; er kann nicht jedes Mal ein unehrliches Lächeln aufsetzen und sich mit Lügen aus dem Verhör raushalten. Im Laufe der Zeit hat er um sich herum eine unsichtbare Mauer aufgebaut, um niemanden in seine Nähe zu lassen. Aus Angst .. seelisch verletzt zu werden. Unter zu gehen .. zu sterben.
Den Ausdruck in ihrem Gesicht kann er nicht entziffern. Erst recht nicht, als sie sich ihm gegenüber reserviert verhält und kurz vorm Weinen ist. Was soll er tun? Was soll er sagen? Er weiß es nicht! Er kommt sich hilflos vor, wie noch nie zuvor. Ob er ..? Nein! Den fatalen Gedanken schlägt er sich aus dem Kopf. Wo denkt er nur hin? Was ist mit seiner Denkweise in letzter Zeit los? Nur merkwürdigerweise prägen sich dann absurde Gedanken in sein Hirn ein, wenn er verzweifelt ist und nicht weiß, wie mit der Situation umzugehen ist. Vor allem .. weiß er nichts mit einem Mädchen wie Eliza anzufangen. Ohne Übertreibung .. sie hat bewiesen, dass sie von den anderen Mädchen zu unterscheiden ist. Sie ist seltsam .. da liegt sie gar nicht mal so falsch. Diagnose .. Psychose würde er jetzt nicht sagen, das wäre ein Vorurteil. ''Was .. warte .. warte doch ..'', stammelt er vor sich hin, als sie wahrhaftig ohne weiteres den Raum verlässt und ihn wie jemanden Unheilvolles fühlen lässt. Doch hindert ihn das abwegige Gefühl nicht, ihre Schultasche zu ihr zu transportieren, laufend. ''Verdammt warte!'', ruft er ihr hinterher, flitzt durch die Gänge und verschwindet letztendlich aus dem Schulgebäude, wobei .. sie gerade gegen sämtliche Regeln verstoßen haben. ''Eliza ..'', murmelt er immer wieder, während er sich hilflos im Kreis dreht und nach ihr Ausschau hält. Weit und breit keine Eliza. Jedenfalls nicht die etwas Andere .. verflucht, er scheint sie verloren zu haben. Halb so wild .. er hält ihre Tasche in den Händen, er würde später bei ihr vorbeischauen, doch sollte es augenblicklich anders kommen, als geplant.

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#9

RE: Highschool

in New York City 13.10.2013 21:19
von Kali | 14 Beiträge | 34 Punkte

Kali hatte lange an ihren Plan gefeilt, NY war ihr zu Überfüllt und irgendwie hatte sie langeweile. Sicherlich sie hätte einen Präsiedenten zuflüstern können das er ein anderes Land angreift ohne das er wusste wieso, aber das wollte sie nicht, war es schon viel zu oft vorgefallen. Viel interessanter fand sie die Jüngeren Kids. Sie stand an einen Abend in einen Dunklen Zimmer wo die Konsole beinahe zu glühen schien und ein Junge mit dunklen Haaren sich daran ausließ. Er sah sie nicht, nein genau das mochte Kali auch nicht, sie wollte von den Menschen nicht gesehen werden, immerhin war sie viel zu schön für sie. Sie schloss die Augen und ein kühles lächeln legte sich auf ihre Lippen. Nervt es dich nicht... immer wieder bist du der unterdrückte in der Schule... denk nur daran was die letzte WOche passiert war... wirklich dein Kopf in die Kloschüssel? Solltest du dich nicht langsam Rächen? ihre Gedanken schweiften zu den Jungen und es kam ihn vor als würden ihm selbst diese Gedanken kommen. Er drückte heftiger auf den tasten herum und das Knallen aus den fernseh war zu hören. Kali öffnete langsam ihre schwarzen kalten augen und ging auf den Jungen zu, er würde sie sie nicht hören, selbst wenn ihre Knie hohen Stiefel auf den Boden auftrafen, es war als würde ein Schleier sie vor den menschen verbergen, sie liebte es. Sie beugte sich hinab zu seinen ohr, sie hatte nicht vor etwas zu sprechen, nur ihr Atem strich über die Feine wiche Haut unter sein Ohr. Ihre Hand glitt langsam über sein Nacken und sie spürte wie seine Nacken haare sich aufstellten. Genugtuung machte sich in ihr breit. Hat Dad nicht noch eine Waffe in den Schuhkarton im Schrank? Soll ich wirklich? Oh MAn ich bin es Leid der schwächere zu sein, ich will das sie mich achten und in ruhe lassen. Das sie erzittern wenn sie mich sehen und nicht das ich wieder die Boxershort bis in die Arschritze gezogen bekomme. Sie wusste was in ihm vor sich ging und das Tippen auf den Kontroller wurde weniger und schließlich hielt er ein und drückte lediglich Pause. Sein blick ging zur Tür und er schaute wie Hypnotisiert auf diese. ich bin kein Schwächling... du bist kein Schwächling... die Ladys werden dir zu Füßen liegen. Hauchte sie ihre Gedanken in seinen Kopf, sie pflanzten sich dort langsam ein als wären Es Samen die grade gesäät wurden. Es würde nur noch wenige Augenblicke dauern und der Junge würde aufstehen, so tat er es auch und verließ sein Zimmer. Kali lächelte. Die Übertragung der Gedanken war ausgeschalten. Das wird ein Festmahl. sie rieb sich zufrieden die Hände und verschwand in einen Schwarm von Motten.

Es vergingen nicht mal 24 stunden und Kali stand in einer Schule, sie war unsichtbar und doch gingen die Schüler einfach um sie herum, als wäre sie wirklich da. Sie nahmen sie wahr auch wenn sie sie nicht sahen. Sie strich durch ihr Langes Schwarzes Haar und hatte einen heißen Kaffee in der Hand, hatte sie schon lange nicht mehr geschlafen. Gleich würde es soweit sein. Ihre Kalten Augen glitten langsam durch den Flur und sie lehnte sich gegen einem Schließfach. Na wo bleibst du mein Süßer Martin.. Der Becher hob sich zu ihren Lippen und sie nahm ein Schluck, schloss einen Moment die Augen und genoss das Gefühl wie der Kaffee langsam ihre Kehle hinab glitt. Erst als die Tür mit einer Hektik aufflog öffnete sie ihre Augen und stieß sich von dem Schließfach an. It's Showtime Sie ging langsam auf den Jungen zu, ihre Schakale verfolgten sie auf Schritt und Tritt auch wenn sie es selbst kaum noch wahr nahm. Bei jeden Schritt wippte der Knielange Tüll rock und ihre Heels klackten hart auf den Fliesen Boden. Doch niemand realisierte sie, alle Blicke richteten sich auf den Dunkelhaarigen Jungen, der die Waffe er hob und die Kids in einer Art Wahnsinn anblickte. Kali kam bei ihm an, sie strich sanft über seine Wange und erneut erschauderte er, auch wenn er nicht die Berührung sah, oder gar wahr nahm wusste er das es nun los ging. Der Junge erhob seine Heisere und dennoch Entschlossene Stimme. "Ihr werdet alle dafür Büsen was ihr mir angetan habt." er hob die Waffe, spürte die Wut auf die Kinder die ihm das alles angetan hatten, ihn als Schwach und unansehnlich darstellten. Kali blieb neben ihn Stehen, trank einen erneuten Schluck des schwarzen Getränks und alle Kinder blickten auf den Jungen. Hier und da war Panik zu hören. "Er hat eine Waffe.." Sprach ein Mädchen panisch. Ein Junge trat vor und lachte Martin aus. "ist das dein Ernst? Das ist doch bestimmt nur eine Spielzeug Waffe." Spottete er und Kali lächelte kalt und schickte zu Martin ihren Beeinflussung. Schieß ihn ins Schienbein damit er spürt das es wirklich ist, damit sie angst haben, dich achten... los Martin. Die Hände des Jungen zitterten und dennoch tat er es, der Schuss erschallte in der Schule wieder und die Kinder sprangen alle aus den weg, der Junge mit den Großen Mundwerk fiel auf den Boden und hielt sich das Schienbein, wo nun Blut heraus trat. Nun ging alles sehr schnell, Martin setzte sich in Bewegung und ging weiter in die Schule hinein, Kali strich ihr Schwarzes hüftlanges Haar über die Schulter nach hinten und beobachtete wie er immer wieder einen Schuss abfeuerte und immer mehr Kinder begannen zu schreien und weg zu laufen. Flieht nur, rennt um euer Leben.. früher oder später komme ich eh dachte sie zufrieden und kraulte ihren Schakal die Ohren. Es dauerte nicht lange da erklangen die Sirenen von draußen, die Polizei und Krankenwagen fanden sich auf den Schulhof ein. Ach kommt schon, ihr wollt es doch noch nicht beenden. dachte die Göttin missmutig, hatte der spaß doch grade begonnen wo die Kids sich versuchten in Klassenzimmern zu verstecken. Den leeren Becher schmiss sie nun in den Mülleimer und sie blickte zu der Polizei, obwohl vielleicht bekam sie ja noch den Tot heute.


zuletzt bearbeitet 13.10.2013 21:43 | nach oben springen

#10

RE: Highschool

in New York City 13.10.2013 22:19
von Brad | 247 Beiträge | 467 Punkte

Das leise rhythmische Dröhnen der Jazz Musik hallte durch den Innenraum des Lexus. Leise drang der Klang zu den Insassen, konnte jedoch das nervöse Atmen des Fahrers nicht übertönen. Mit einem Blick auf die Uhr, sprach sein unruhiger Blick das aus was er nicht über die Lippen bringen konnte. Sie standen schon viel zu lange hinter dem roten Mercedes Kombi. Seit 10 Minuten starrte er schon auf den runden Aufkleber mit der Aufschrift ‚Baby on Board‘, in knalligem rosa. Das vorsätzlich lustige Entchen würde Morris auch davon nicht abhalten die blonde Mutter vor sich mit dem Kind über den Haufen zu fahren. Mit einem schnellen Blick in den Rückspiegel sah er kurz auf goldene Haare und bemerkte dass der Mann, den er schon seit 4 Stunden von Termin zu Termin brachte seinen Kopf über Unterlagen gebeugt hatte. Noch hatte er nicht bemerkt dass sich auf einer sonst, zu jeder Tag und Nacht Zeit gut befahrbare Straße Stau angesammelt hatte. Aber dieser Zustand würde nicht mehr lange so bleiben. Was also nun machen. Ihm als guter ehrlicher Mann die Wahrheit sagen und auf milde Strafe hoffen, oder das Schweigen und Hoffen auf einen Glücklichen Fall der Gegebenheiten riskieren.
„Warum fahren wir nicht?“
Morris zuckte so heftig zusammen als habe man ihm mit einem Elektroschocker die Nervenzellen versenkt. Schweiß brach aus und lief seinen Nacken hinunter. Tief durchatmen, rief er sich selber in Gedanken zu und atmete durch. Der Präsident hasste stottern und unkontrolliertes Verhalten. Er war ein absolut furchteinflößender Mann, selbst mit dem Aussehen eines Übergottes. Als er sich gesammelt hatte und zum Antworten in den Spiegel sah, punktierten eiskalte Diamantblaue Augen sein Gehirn. Genau diese Augen begannen sich zu verengen und die sonore Stimme rollte wieder über seine Lippen „Was ist? Wollen sie mir sagen dass sie des Fahren nicht mehr mächtig sind? Muss ich sie nun durch die Gegend fahren, oder woher beruht ihr inkompetentes Verhalten Morris?“
In Morris Gehirn jedoch herrschte noch größerer Stillstand, als vor ihm auf der Straße. Nichts ging mehr, weder in Gedanken noch in dem immer enger werdenden Gefährt, was mehr Hinrichtungszelle zu sein schien als ein Auto. Der Fahrer öffnete den Mund, doch Brad hatte schon das Interesse an eine Antwort von dem Mann verloren und öffnete die Tür. Er konnte nur noch ein „Dilettante Menschheit“, vernehmen und dann war die Rückbank leer. Erschöpft und gleichzeitig, sich aus dem Würgegriff der Schlange fühlend, sackte er auf den Fahrersitz zusammen und stellte den Motor aus. Was auch immer den Verkehr verhinderte jetzt hatten die das Problem am Hals und er würde für keine Macht und Reichtum der Welt mit der armen Sau tauschen wollen.

Das heulen von Sirene wurde immer lauter. Die Vermutung lag nahe das es sich um einen Autoumfall handelte, doch als man an einem hübschen gelben Häuschen mit weißen Gartenzaun vorbeiging auf dessen Veranda sich zwei alte Damen über das Geländer gaffend beugten, sah auch Brad was wirklich ihn von seinen 12 Uhr Termin abhielt. Er hätte beamen sollen, wenn er heute mal einen Blick in die Zukunft geworfen hätte, oder auch Morris anweisen sollen über die Interstad 24 zu fahren. Eine ganze Menschenmasse, gemischt aus Helfern, Neugierigen Herumstehenden und psychisch fertig Opfern hatten sich vor dem Eingang einer High School versammelt. Polizei hatte mit einem gelben Absperrband den Eintritt in die Lernanstalt verhindert, sie aber immer wieder angehoben wurde um tote oder verletze Menschen zusammen mit Notärzten hinauszubringen. Um eine Leiche waren besonders viele Polizisten versammelt und der blonde Politiker brauchte nicht mal eins und eins zusammen Zählen um zu wissen was hier passiert war. Hier ging nichts mehr, es sei denn er würde den verlockenden Gedanken in die Tat umsetzen alles in seine Moleküle zu zerpflücken. Und bevor man ihn als Präsident der Vereinigten Staaten noch hier erkannte, ließ Brad seine Erscheinung für die eh schon blinden Menschen verschleiern. Kaum nötig denn selbst Michael Jackson zusammen mit Elvis Prasley als Zombie Dou würde hier keine Aufmerksamkeit mehr bekommen. Der blonde Mann hätte sich schon in seiner vollen Pracht mitten zwischen die weinenden und toten Opfer stellen müssen, aber ihm war absolut nicht nach noch mehr Wimmern und Flehen zumute. So drehte er sich um und als er gerade eine Zigarette aus der Taschen ziehen wollte um dann auf einfachen wegen sich zu dematerialisieren, bemerkte das einzige Gesicht was nicht vor Entsetzen und Schock dastand. Ihr Gesichtsausdruck glich mehr den Joker der soeben Batman umgebracht hatte. Mit einer hochgezogenen Augenbraue blickte er zu ihr und stellte dann resignierend fest dass es sich hier wohl um ein Todeswesen handelte. Das Interesse des Sohn des Schöpfers in andere Lebensformen war aber so gering das er sich erst gar nicht die Mühe machte zu hinterfragen welches der lästigen Todesgestalten hier seine berufliche Erfüllung gesucht hatte.
So zündete er sich seine Zigarette an, nahm einen tiefen Zug in dem er den Kopf in den Nacken legte und blies den Rauch in den Wolkenfreien Himmel. Es war herrliches Wetter und seine goldblonden Haare strahlen wie gleißend in den markantesten Schattierungen. „Was für eine Zeitverschwendung“, murmelte er und blickte mit einem undurchsichtigen Blicken über die Schulter zu dem Tumult hinter sich.


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